Därr Expeditionsservice
Schertlinstr. 17 - 81379 München

Tel.: 089/282032 - Fax: 089/282525
E-Mail: info@daerr.de
eine Zweigniederlassung der
Lauche & Maas GmbH


23.08.2014 - 01:23 PM
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Deutschlands erster "Globetrotterladen" feiert 25-jähriges Jubiläum

Fotos zur Firmengeschichte:

1) Aufnahmen von früheren Messen und vom Ladengeschäften 
2) Titelbilder früherer Publikationen und Kataloge 
3) Historische Fotos von früheren Sahara-Expeditionen 
4) personenbezogene Fotos der "Därr's" aus der Zeit der Entstehung der Firma Därr Expeditionsservice

Firmenchronik: 
25 Jahre Därr Expeditionsservice

Stand: 14.05.2000

1)     Einleitung

 Wen wundert es, wenn die Entstehung des Geschäftsbetriebes Därr Expeditionsservice mit Personen des Namens Därr verbunden ist. Erika und Klaus Därr unternahmen in den 70er-Jahren viele Reisen, insbesondere durch die Sahara. Darüber entstanden Broschüren und Bücher. Diese Schriften führten zu einen ausreichenden Bekanntheitsgrad um Ausrüstungen für Expeditionen anzubieten. Um die Kombination von Aktivitäten als Expeditionsreisende, Selbstverleger, Großhändler von "Globetrotterbüchern", Ausrüstungshändler mit Laden und Versand in eine ordentliche Organisationsform zu zwingen entstand die Firma Därr Expeditionsservice. Mit wachsendem Umsatz wurde sie in einzelne eigene und ausgegründete Firmen aufgeteilt. Es entstand die ihr 25. Jubiläum feiernde Därr Expeditionsservice GmbH, der Verlag "Reise Know- How Därr GmbH" und die Vertriebsfirma für Satellitennavigationsgeräte "GPS Gesellschaft für professionelle Satellitennavigation mbH". Diese Firmen befanden sich alle im Eigentum der Familie Därr. Därr Expeditionsservice GmbH wurde im April 1998 zu 100% an die Herren Gerhard Lauche und Wolfgang Maas verkauft, die ebenfalls seit den 70er-Jahre ein Ladengeschäft mit Filialen und Versand für Trekkingausrüstung in München Pasing betreiben. Unter ihrer Leitung wird die Firma am bekannten Ort unter bekanntem Namen weiter erfolgreich betrieben. Därr Expeditionsservice in den 80er-Jahren seine Geschäftsbereiche "Großhandel" einstellte um sich auf Einzelhandelsgeschäfte zu konzentrieren entstanden weitere Ableger. Renate Brettschneider, die studienbegleitend im Versand arbeitete, übernahm die Fertigung und den Import von Moskitonetzen sowie den Import und Großhandel mit englischsprachigen Globetrotterbüchern. Richard Trinkl, viele Jahre lang Stellvertreter der Geschäftsleitung in der Firma Därr, übernahm den Bereich Großhandel mit Trekking und Expeditionsausrüstung. Unter der Firmierung RELAGS ist dieses Unternehmen inzwischen eine nicht zu übersehende Größe im Bereich Großhandel der Branche Outdoor- und Trekkingbedarf. Thomas Trossmann, mehrere Jahre lang Verkäufer im Bereich Motorradausrüstung, wurde Autor des bei Därr verlegten Buches "Motorradreisen zwischen Urlaub und Expedition" und daraus sich entwickelnd Autor einer ganzen Reihe von Reiseführern bei anderen Verlagen. Heute ist er Autor von Reiseführern, Veranstalter organisierter Motorradtouren in der Sahara und Chefredakteur der Motorrad Reisezeitschrift "OnRout'". Aber auch die "Därrs" gibt es noch, Erika Därr ist weiterhin Geschäftsführerin des obengenannten Verlages, Klaus Därr ist Geschäftsführer der einleitend genannten Firma GPS GmbH, er betreut aber dennoch weiterhin jeden Donnerstag von 15h - 19h die "Hotline für Fernreisen" bei Därr Expeditionsservice (Tel. 089-282032 oder -33) und veranstaltet pro Jahr eine ausgedehnte Expedition durch die Sahara. Der Sohn René Därr betreibt unter der Bezeichnung SATFON. de neben der Ausbildung einen Verleih von Satellitentelefonen.

 2)     "Globetrotterbücher"
Mitte der siebziger Jahre waren die typischen "68er" dabei diese Welt zu erkunden. Dabei wollten sie von Reiseveranstaltern unabhängig sein, mit wenig Geld viel erleben, Kontakt zu Land und Leuten haben. Wo man hinsah wurden in Deutschland am Straßenrand alte Post- Paketbusse mit Obstkisten und Schaumstoffplatten zu Wohnmobilen aufgerüstet. Viele der Fahrzeuge wurden später in Syrien, Nepal oder Senegal verkauft um den Travellern den Rückflug, möglichst aber die ganze Tour zu finanzieren. Sie betrachteten sich als Globetrotter, wurden aber von der Presse wie Landstreicher behandelt oder als "Alternative" belächelt. Zwei dieser Globetrotter waren Erika und Klaus Därr, die nach einigen selbst organisierten Saharareisen im Selbstverlag die Broschüre TransSahara herausbrachten. Format DIN A 4, Umfang 50 Seiten, Auflagenhöhe 250 St.. Die Broschüre gab Tips zur Vorbereitung, Ausrüstung und Durchführung von selbst organisierten Reisen durch die Sahara und ganz Afrika. Der Durst nach Information war riesig und als die Broschüre neben den wenigen anderen Globetrotterbüchern in der "ADAC- Motorwelt" vorgestellt wurde, erschienen im ersten Jahr nach Druck der Erstauflage drei jeweils aktualisierte und erweiterte Auflagen. Schon bald kam das Buch "Durch Afrika" hinzu, das in Kooperation der "Därrs" mit dem TCS in Genf (Touring Club der Schweiz) bearbeitet und verbreitet wurde.

Die Bücher wurden anfangs fast ausschließlich im Direktvertrieb verkauft, denn der etablierte Buchhandel schloss sich der Meinung der Presse an und wollte mit so was nichts zu tun haben. Über die damals aufkommenden Alternativ- Läden wie "Trotzkopf", "Zweitausendeins", vereinzelt auch über die geographischen Buchhandel fanden die Schriften schließlich doch ihren Weg auf den Ladentisch. Jetzt wurden sie von den etablierten Verlagen belächelt, weil sie in Gestaltung, Satz, Verarbeitung nicht mithalten konnten. Es standen also die herkömmlichen "Kirchen-, Gruften-, Katakombenführer" in denen all das beschrieben wurde was sich seit Jahrhunderten nicht verändert hat und voraussichtlich auch in den nächsten Jahrzehnten nicht ändern wird, gegen "Alternative Globetrotterbücher", die in begrenzter Auflage billig gemacht, aber jedes Jahr überarbeitet wurden. Die einen waren in Aufmachung, Umfang und Professionalität überlegen, enthielten aber kaum praxisorientierte Informationen oder aktuelle Daten, weil das die Laufzeit und damit die Auflagenhöhe begrenzen würde. Die anderen waren provisorisch in Heimarbeit entstanden, aber aktuell, in kleiner Auflage gedruckt und auf "Selbstreiser" ausgerichtet. Der Kunde entschied und es entstand die neue Art des Reiseführers, die "Globetrotterführer" bei inzwischen Dutzenden von kleinen und mittleren Verlagen mit Hunderten an Titeln über praktisch alle Länder der Erde.

3)     Ladengründung
Das große Interesse am Globetrotterhandbuch "TransSahara" legte die Vermutung nahe, dass die Leser auch Ausrüstung für ihre große Reise brauchen, die sie zwar in Geschäften verschiedener Art bundesweit zusammensuchen könnten, wofür sie aber die Zeit nicht opfern wollten. Folgerichtig hektographierten die "Därrs" noch 1975 eine erste Angebotsliste mit Geldgürteln, Wassersäcken, Wasserfiltern, Sandblechen, Treibstoffkanistern, Afrikakarten, Globetrotterbüchern, etc. Im Jahr darauf brachten sie den ersten kleinen Versandkatalog heraus, der die Bezeichnung "Globetrotterkatalog" tragen sollte. Leider fehlte gleich der zweite Buchstabe des Titels, was erst nach erfolgten Druck auffiel und womit auch gleich Deutschlands erster "Gobetrotterkatalog" am Markt war. Erste Handelsgeschäfte wurden in einer untergemieteten Mansardenwohnung in Münchens Nördlicher Auffahrtsallee nahe dem Nymphenburger Schloss, 3. Stock, ohne Lift abgewickelt. Der Umsatz stieg, weshalb es untragbar wurde drei Meter lange Sandbleche durch den Kellerschacht und gebrauchte Treibstoffkanister aus dem dritten Stock auszuliefern. Es war also ein Umzug fällig, weshalb die "Därrs" nach Heimstetten am Stadtrand Münchens umsiedelten. Als sich Nachwuchs ankündigte und nicht nur der Leibesumfang von Erika Därr, sondern auch der Umsatz weiter steigend war, konnten auch die 65 Quadratmeter dieser Wohnung nicht mehr reichen. Offensichtlich wurde das, als der Empfänger eines Paketes anrief er habe einen Schlüssel im Packmaterial gefunden, was er mit dem machen solle. Es war der Schlüssel des Schlafzimmerschranks, der versehentlich auf dem "Packtisch", der auf dem Boden liegenden Doppelmatratze der Därrs mit eingepackt wurde.

Der Nachwuchs rückte näher, es mussten neue Räume her, Wohnung und Versand mussten getrennt werden. Also ein weiterer Umzug innerhalb Heimstettens und bald darauf die Eröffnung eines ersten Ladens in München. Der Billigfluganbieter Travel Overland zog gerade aus dem 20 Quadratmeter Laden am Elisabethplatz in München Schwabing in wesentlich größere Räume, Firma Därr zog ein. Der Versand verblieb in der Peripherie, der Laden war in der Stadt. Die Räume wurden schnell zu klein weshalb man in die Theresienstr.66 zog, in Sichtweite der Pinakothek, auf halbem Weg zwischen Ludwig Maximilians Universität und Technischer Universität. Dort verdrängte der Laden nach und nach erst einen kränkelnden Schaumstoffladen, dann zusätzlich eine Tanzschule aus zwei Etagen, die wegen ihrer Geräuschentwicklung bei der Nachbarschaft nicht sehr beliebt war.

 4)     Die Namensgebung
Natürlich musste das Geschäft einen Namen tragen, ein erster Versuch einen Namen mit Bestandteil "Globetrotter" zu wählen wurde per einstweiliger Verfügung abgewürgt. Ein Busunternehmer von der Waterkant hatte sich das Wortzeichen GLOBETROTTER im Zusammenhang mit Reiseführern schützen lassen und beharrte auf seinem Schutzrecht. Eine Anfechtung war problematisch, weil der Busunternehmer seit vielen Jahren plante eine Broschüre über die Lüneburger Heide unter dem Begriff Globetrotter zu verlegen. Die Broschüre erblickte nie das Licht der Welt, blockierte aber die Verwendung des Namens. Die Därrs als engagierte Afrikafahrer waren ohnehin eher technisch orientiert und wählten den Begriff "Expeditionsservice".

 5)     Das "Wüstenfuchs" - Logo entsteht
Im Jahr 1976 veranstalteten die Därrs ein erstes Globetrottertreffen in der Waldwirtschaft in Pullach im Isartal, wo damals die Blasmusik noch bis Mitternacht spielen durfte und auch das Geräusch anstoßender Bierkrüge noch kein Ärgernis für die Nachbarschaft war. Dort trafen die Därrs zufällig den jungen Graphiker Günter Gläßl. Klaus Därr zog den ersten vermeintlichen "Globetrotterkatalog" aus der Jacke, den Günter Gläßl als "Gobetrotterkatalog" entlarvte. Das hob sowohl die Stimmung wie auch die Kreativität, der Werbefachmann schlug vor ein Logo zu entwerfen und man beriet was das denn sein könnte. Schnell war man sich einig, dass das ein Wüstenfuchs sein müsse und Günter Gläßl ging in den Zoo um sich inspirieren zu lassen. Da gab es Füchse in verschiedenen Ausführungsformen, nur keinen Wüstenfuchs. Also musste Brehms Tierleben als Vorlage herhalten, ein beliebtes, in Deutschland und den Ländern der Sahara hoch begehrtes Logo entstand, das bis heute unverändert blieb. Der aufmerksame Beobachter wird es auf Tausenden von Geländefahrzeugen, Wohnmobilen und Motorrädern wiederfinden, die auf den fünf Kontinenten unterwegs sind oder in Reisezeitschriften abgebildet sind.

 5)     Die Geschäftsidee
Teilt man Geschäftsideen nach Kategorien ein, so treten die "gut aber nicht neu" und "neu aber nicht gut" am häufigsten auf. Die Idee einen Laden mit Versand für Reise- und Expeditionsausrüstung zu gründen war neu und schien nicht die schlechteste gewesen zu sein, denn sehr bald kamen Anrufe aus vielen Städten Deutschlands, ob man nicht Filialen für Därr eröffnen könne, dort einkaufen und sie über den Därr- Katalog bewerben könne. Anrufer waren Reisefreaks, die genauso wenig Geld und kaufmännische Erfahrung wie die Därrs hatten, deren Geschäftsidee aber nicht mehr so sensationell neu war. Auch deren verbreitete Absicht bei Firma Därr zu kaufen, über deren Katalog beworben zu werden aber die Sachen billiger abzugeben, damit der Kunde nicht direkt bei Därr kauft konnte kaufmännisch nicht sonderlich überzeugen. Die Därrs waren organisatorisch nicht vorbereitet, finanziell nicht gut genug unterfüttert und auch nicht ambitioniert eine Ladenkette aufzuziehen. Ihre Devise war einen qualifizierten Laden mit Versand zu betreiben und zwei bis drei Monate im Jahr auf Expedition zu sein. Die Befürchtung war, dass eine gutgehende Filiale bald von deren örtlichem Verantwortlichen kopiert würde und man eine schlecht laufende Filiale ohnehin nicht braucht. Damit waren 100% der denkbaren Fälle als nicht erstrebenswert erkannt. Für ein funktionierendes Filialsystem hätte es ständiger Bewegung in Deutschland bedurft, sowie geschäftsmäßig harter Kontrolle, die aber vor allem während der monatelangen Expeditionen nicht mehr möglich gewesen wäre. Noch in den siebziger Jahren entstanden unabhängig voneinander und aus eigener Kraft vergleichbare Geschäftsbetriebe in Aachen, München- Pasing, Hamburg, Passau, Stuttgart, die größtenteils auch heute als florierende Größen der neu entstandenen Branche existieren.

 6)     Die Globetrottertreffen
Schon 1976 ahnten die Därrs, dass großes Interesse an einem Forum vorhanden sein könnte, in dem sich diejenigen Traveller treffen, die mit eignem Reisefahrzeug in der Sahara, in ganz Afrika, aber auch in anderen Ländern der Erde auf eigene Faust unterwegs sind. Ein entsprechendes Forum für Rucksackreisende gab es in Form der "Deutschen Zentrale für Globetrotter e.V." bereits. Den Därrs schien die Organisationsform eines e.V. für Individualisten nicht ideal. So begannen sie völlig zwanglose Treffen, "Globetrottertreffen" genannt zu veranstalten. Zu deren Besuch war und ist keine Mitgliedschaft erforderlich, keine Voranmeldung nötig und es wird kein Eintrittsgeld gefordert. Die Treffen waren vom ersten 1975 in der Waldwirtschaft in Pullach bei München bis zu den Treffen in Zellerreit bei Wasserburg, die seit über zehn Jahren stark besucht sind, ein voller Erfolg. Die Treffen werden nur über den eigenen Katalog bekannt gemacht, weil eine weiter steigende Teilnehmerzahl den bewährten organisatorischen Rahmen sprengen würde, neuen Standort und letztlich einen Ausgleich der entstehenden Kosten durch ein Eintrittsgeld erforderlich machen würde. Würde die bisherige Besucherstruktur, zwei Drittel erfahrener Insider, eine Drittel Newcomer, durch überproportional viele Newcomer und Neugierige verändert, so verlöre das Treffen für manchen Besucher seinen speziellen Reiz.

Auch im Frühsommer 2000 findet wieder ein Treffen für Geländewagenfahrer und Benutzer leidlich geländetauglicher Wohnmobile, sowie im Herbst ein Treffen für Enduro- Fahrer in Zellerreit statt. Genauere Angaben zu Zeit, Ort, Programm können unter www.daerr.de im Internet nachgesehen werden.

 7)     Lieferanten finden
Das Sortiment des neuen Geschäftsbetriebes zu definieren war nicht das Problem, die Därrs mußssen nur das anbieten, was sie für die eigenen Touren jeweils gebraucht hatten. Problem war vielmehr dafür Lieferanten zu finden, die auch bereit waren den nötigen Händlerrabatt zu gewähren. Da stieß man an allen Ecken und Enden auf Verkrustungen. Die Verlage lieferten Reiseführer und Landkarten nur an den etablierten Buchhandel um die liebgewonnene Preisbindung nicht durch "Alternative" gefährden zu lassen. Die Reifenindustrie fertigte zwar Wüstenreifen, lieferte aber natürlich nur an den Reifenfachhandel, der zwar keine Wüstenreifen verkauft aber keine Händler ohne Werkstatt neben sich dulden mochte. Die Großhändler, die Rucksäcke, Schlafsäcke und Leichtzelte vertrieben lieferten selbstredend nur an den Sportfachhandel, was z.B. Firma SALEWA auch gleich schriftlich gab, unterzeichnet von einem Prokuristen. Die Hersteller oder Importeure von Geländefahrzeugen und Leicht- LKWs saßen verbissen auf ihren Werkstatthandbüchern, die natürlich nur für die Werkstätten geschrieben sind und nur denen ausgeliefert wurden. Der Autofahrer soll gezwungen werden eine Fachwerkstatt aufzusuchen und nicht selber basteln, nur leider gibt es die im Umkreis von 1.000km um Timbuktu nicht. Der Versuch Notsignalgeräte ins Programm zu nehmen scheiterte zunächst daran, dass zu deren Verkauf im Freistaat Bayern (da und nur da) eine eigene Eignungsprüfung abgelegt werden muss. Es musste also eine zuverlässig erscheinende Person, z.B. der Inhaber eine Prüfung ablegen, in der er auch über die Anwendung von Böllerschüssen im Weinbau Bescheid wissen musste. Welche Antworten von Optikfirmen bei der Anfrage nach Ferngläsern, Importeuren japanischer KW-Radios, Importeuren von Kleingeneratoren etc. auf die Anfragen der Därrs kamen erspare ich noch anzuführen. Auf der Sportfachmesse ISPO wurde Klaus Därr Ende der 70er-Jahre von den Ausstellern reihenweise belächelt wenn er Hosen, Jacken und Westen in Farbe Beige kaufen wollte, weil der Reisende in Afrika nicht in strapazierfähiger Freizeitkleidung in NATO - oliv oder Camouflage umherlaufen kann. Gar noch Geldgürtel, Mückennetze oder Wüstenschuhe haben zu wollen wurde vollends als Schwachsinn erachtet.

 8)     Neue Hemmnisse
War es zunächst  problematisch von Herstellern, Grossisten und Importeuren beliefert zu werden, so wurde später das Reisen an sich schwieriger. Hatten in den 70er- und 80er - Jahren die Studenten während der Sommerferien noch relativ viel Freizeit, so wurde das später immer mehr durch Praktika oder die Notwendigkeit des Geldverdienens eingeschränkt. Mit fortschreitender Verarmung der Länder Afrikas nahmen innere Konflikte und Grenzkonflikte zu, die es erschwerten oder zeitweise unmöglich machten die Sahara zu durchqueren oder gar bis Kapstadt weiterzureisen. Mit zunehmender Egozentrik des sich vereinigenden Europas wurde es für die Bewohner Afrikas erschwert Visa für "Schengenland" zu bekommen und im Gegenzug führten viele Länder Afrikas die Visa - Pflicht für Europäer ein. Wegen der immer größeren politischen und administrativen Schwierigkeiten die Erde auf dem Landweg zu bereisen nahmen Flugreisen massiv zu. Flüge wurden ja auch immer billiger, während das Reisen im Kraftfahrzeug immer teuerer wurde. Der am Biertisch rhetorisch verbreitete Umweltgedanke hat noch keine Wirkung am Grünen Tisch erzielt, der Treibstoff an der Tankstelle wird immer teurer, der in ungleich höherem Umfang pro Person und Kilometer erforderliche Flugzeugtreibstoff bleibt weiterhin steuerfrei. Überzogene, bzw. rein auf den Bedarf der Europäer zugeschnittene Sicherheitsvorschriften in Europa verhindern es für Expeditionen sinnvolle oder notwendige "Low- Tech- Ausrüstungen" aus Ländern der dritten Welt zu importieren oder in Kleinserie fertigen zu lassen. Exorbitantes Porto für Katalogsendungen in das europäische Ausland oder gar per Luftpost nach Übersee (DM 24.-) würgen die Entwicklung eines kleineren national agierenden Unternehmens zu einem mittleren international agierenden Handelsunternehmens ab. Immer klarer wurde mit der Zeit auch, dass ein Unternehmen das sich an das geltende Recht bei der MWSt. -Erstattung für Ausfuhrlieferungen hält massiv ins Hintertreffen gegen den etablierten Handel gerät, der die MWSt. auch solchen Personenkreisen erstattet, die ihren Wohnsitz beim Einkauf nicht schon außerhalb Europas haben, sondern erst dorthin verlegen. Die Rechtslage ist europaweit klar, die ganze Wirtschaft einschließlich großer Handelsketten und der Automobilindustrie hält sich aber nicht daran. Das alles geschieht trotz akuter Finanznot unbeanstandet unter den Augen der Finanzbehörden - bis es eines Tages kracht, wie in den 80er-Jahren und Jahresanfang 2000 mit den Parteispendenaffairen zum Großen Knall kommt. Dann sind natürlich diejenigen Schuld, die sich dem Druck der Kunden beugend dem Verhalten der Mehrheit anschlossen und nicht etwa die Finanzbehörden, die selbst bei jahrelanger systematischer Missachtung in großem Umfang bei Steuerprüfungen die Augen schlossen. Selbst eine Petition im Bayerischen Landtag und ein Schreiben an den Finanzminister änderten nichts daran, dass das Steuerrecht schriftlich bestätigt, die Handhabung im Prüfungsfall solche Steuerverkürzung aber weiterhin unbeanstandet lässt. Auch auf dem Fahrzeugsektor bahnen sich neue Hemmnisse an. Zunächst begann das Problem mit den Motoren, die nur mit bleifreiem Benzin betrieben werden dürfen, das es in Afrika nicht gibt. Da Wohnmobile und Geländefahrzeuge in immer größerem Umfang mit Dieselmotoren ausgerüstet werden trat das Problem in den Hintergrund. In wenigen Jahren wird es jedoch in Europa nur noch Dieselfahrzeuge geben, die einen speziellen, schwefelarmen Dieseltreibstoff benötigen, den es dann wiederum in Afrika nicht gibt.

 9)     Persönliche Lebensplanung
Ganz offensichtlich gehört es zur Selbstdarstellung des Saharafahrers nach Heimkehr zu berichten er sei fast verdurstet. Genauso gehört es zur Selbstdarstellung des Unternehmers er sei so unentbehrlich, dass er weder länger als eine Woche Urlaub nehmen könne, noch gar seine Arbeitstätte gänzlich verlassen könne. Nicht so bei den Därrs, die konsequent jedes Jahr zwei bis drei Monate auf Expedition waren und selbst Bankern und Lieferanten freiherzig erzählten, dass sie das Geschäft um das Jahr 2000 herum verkaufen möchten um die Freiheit zu gewinnen einige Jahre auf Weltreise zu gehen. Das konnten sie getrost verkünden, weil es ohnehin keiner glaubte, bis zum 8. April 1998 als sie den Geschäftsbetrieb an Gerhard Lauche und Wolfgang Maas verkauften.

 10)  Perspektiven
Die Zeiten in denen ein reiseerfahrener Jungunternehmer mit Biss einen selbständigen florierenden Expeditionsausrüstungsladen aufziehen kann sind vermutlich deshalb vorbei, weil der Anspruch des Kunden nach einem jährlich frischen, farbigen Katalog mit Dumpingpreisen von einem einzelnen Geschäftsbetrieb nicht erfüllt werden kann. Es ist die Zeit gekommen, in welcher auch in dieser Branche die Konzentration auf weniger aber dafür große Handelsfirmen kaufmännisch notwendig ist. Es gilt dennoch unermüdlich das hehre Ziel zu verfolgen, dass der Inhaber erstens ständig unterwegs ist um Erfahrung zu sammeln, aber natürlich dann persönlich im Laden anwesend ist wenn der Kunde ihn dort erwartet. Es gilt das Ziel die Ausrüstungen zu bieten die der Kunde sonst nirgends findet, die müssen natürlich extrem leicht, stabil und am Tag der Abreise des Kunden sofort lieferbar sein, der Service und Rabatt muss dem der Modeboutique entsprechen und der Preis dem eines Outlet- Stores. Trotz dieser nicht zu verheimlichenden Resignation hat Klaus Därr jede Menge neue Geschäftsideen, von welchen er aber nur wenige verwirklicht, weil es sein primäres Ziel ist die ganze Erde zu bereisen. Ist er im Lande, so berät er gerne in der Hotline für Fernreisende die Kunden der Firma Därr, wenn ihm etwas gutes einfallen sollte auch die neuen Eigentümer der Firma.

 11)  Fernreise Hotline
Es kann nicht anders sein, als dass die Betreiber eines Expeditionsausrüstungsgeschäftes nach deren Reiseerfahrung gefragt werden. Störend ist nur, dass die sich auch um die kaufmännisch- organisatorische Seite des Geschäftsbetriebes kümmern müssen. Um hier einen Interessenausgleich zu schaffen, wurde die "Fragestunde für Globetrotter" eingeführt, die seitdem jeden Donnerstag von 15h - 19h unter Tel. 089-282032/33 abgehalten wird. Heute läuft der Service unter der Bezeichnung "Fernreise Hotline". In dieser Zeit war und ist man darauf vorbereitet den telefonischen Anfragen Priorität zu geben vor Handelsvertretern, Steuerprüfern, AOK-Prüfern, Gewerbeaufsicht sowie anderer Staatsgewalt und Fremdsteuerung. Die Hotline erwies sich sehr schnell als ungewöhnlich nützliche Einrichtung für beide Seiten. Der Anrufer weiß, dass er mit seinen Fragen definitiv nicht stört. Als besonders hilfreich erwies sich, dass manche Anrufer weit mehr nützliche Information zu geben hatten als Fragen zu stellen. Damit kam der Informationsfluss erst richtig in Gang. Typische Fragen wären: Ist die Grenze zwischen Land X und Y für Autoreisende passierbar? In welcher Währung nehme ich meine Reisekasse für Land Z mit? Kann ich in Land N einen Peugeot 404 verkaufen? Gibt es eine Fährverbindung von Italien oder Griechenland nach Libyen oder Ägypten? Kann ich die Panamerikana durchgehend von Zentralamerika nach S- Amerika befahren? Kann ich von Pakistan oder Nepal nach China weiterreisen? Gibt es eine Schiffsverbindung von dem Iran zur Arabischen Halbinsel? Wie kann ich auf dem Landweg von Europa nach Südafrika gelangen?

 12)  Internet-Präsenz
Gerade für den Verkauf exotischer Artikel und die Verbreitung sehr spezieller Informationen über Länder der dritten Welt ist das Internet ein hervorragendes Medium, weshalb sich die WEB- Präsenz von Därr Expeditionsservice nach anfänglicher Lernphase als nützlich für Betreiber und Surfer erwies. www.DAERR.de.

 13)  Der DÄRR - Katalog
Nachdem ein so spezialisiertes Geschäft nicht von der Kaufkraft der Kunden im Nahbereich leben konnte und das Informationsbedürfnis der Interessenten nicht in Einzelgesprächen zu befriedigen war musste von Anfang an ein Katalog her. Damit war auch ein Standard für all die Läden gesetzt, die später eröffneten, obgleich natürlich der Kuchen langsamer wuchs als er geteilt wurde. Heute ist der DÄRR- Katalog überregional nicht nur wegen seiner Trekking- und Leichtgewichtsausrüstung, sondern nach wie vor wegen der Geländewagenausrüstung und der detaillierten Landkarten von Ländern der 3.Welt als Planungsinstrument sehr begehrt.

 14)  Fotografien für die Presse
Anlässlich des 25-Jährigen Firmenjubiläums der Fa. DÄRR Expeditionsservice bieten wir der Presse den obigen Text und die folgenden Aufnahmen zur honorarfreien Verwendung an. In begrenztem Umfang können noch weitere Aufnahmen herausgesucht werden, oder kurzzeitig Originale zur Verfügung gestellt werden. Dazu wendet sich die Presse bitte an: Klaus Därr Tel. 0175- 5205658. Weitere Bilder, insbesondere ältere Aufnahmen von Globetrottertreffen, vom Ladengeschäft, von Katalog - Titeln, von Messeauftritten findet die Presse auf den Seiten der Firma DÄRR unter www.DAERR.de. oder erhält kurzzeitig Originale vom neuen Eigentümer der Firma, Wolfgang Maas, Tel. 089- 8206677.
Zu anderer Verwendung als zur Berichterstattung über das Firmenjubiläum dürfen die Bilder nicht verwendet werden
Hier finden Sie die Übersicht der Fotografien zum Jubiläum

Copyright 2000: Därr Expeditionsservice GmbH München.  

Der Abdruck dieses Infos ist mit Nennung des Copyrights und meiner Internetadresse kostenfrei gestattet. Kurzform: © 2000 www.klaus.daerr.de
?? noch Fragen ??: Tel. Hotline und Reise-Forum! über Satellitennavigation informieren: www.GARMIN.de